Globetrotter

Die Törns

Mit unserer 38 Fuss Center Cockpit Slup "Coco de Mer", meist kurz und liebevoll "Coco" genannt, durchsegeln wir seit einigen Jahren eines der interessantesten Gewässer der Welt, das Mittelmeer.

2000-2003

Nach einem kurzen Eingewöhnungstörn im Herbst 1999 rund Mallorca führt uns der Weg mit unserem neuen Schiff im Sommer 2000 zunächst für vier Monate kreuz und quer durch die schöne - und seglerisch hoch komfortable - Inselwelt der Balearen.

2001 segeln wir von Mallorca über Menorca nach Sardinien. Im Uhrzeigersinn runden wir diese wunderschöne italienische Insel und erkunden dabei ausgiebig die Traumreviere des Maddalena-Archipels zwischen Sardinien und Korsika. Von der Südspitze Sardiniens aus führt unser Weg hinüber zu dem seglerisch anspruchsvollen Revier Sizilien und zu den westlich davon, abseits der üblichen Pfade gelegenen, egadischen Inseln.

Im Sommer 2002 segeln wir von Trapani die sizilianische Westküste hinunter, hinüber zu den weithin unbekannten und weltabgeschiedenen Inseln Pantelleria, Lampedusa und Linosa. Dann weiter nach Malta mit den kleinen Schwesterinseln Gozo und Comino. An der Ostseite Siziliens besuchen wir Syrakus mit seiner wunderbaren Altstadt und Taormina. Weiter geht es durch die berüchtigte Strasse von Messina zu den Inseln des Windgottes Äolus. Die Route führt zurück durch die Messinastrasse, und nach einigen langen Schlägen entlang der "Stiefelsohle" erreichen wir schließlich das Seglerparadies der griechischen Inseln im Ionischen Meer.

Im Juni 2003 starten wir von Korfu aus nach Süden durch die ionische Inselwelt. Wir umrunden die drei weit nach Süden hinausragenden Finger des Peloponnes, dann geht es die Ostseite wieder hinauf bis zum Saronischen Golf. Vorbei an Athen reisen wir weiter, durchqueren die ägäische Starkwindwelt der Kykladen und des Dodekanes. Ende September, Anfang Oktober geht es dann hinüber an die türkische Südküste mit ihrer Vielfalt an bekannten und unbekannten, überfüllten und verschwiegenen Ankerplätzen.

2004-2006

Im fünften Jahr, 2004, segeln wir ab Juni von Finike aus Kurs West und Nord in die östliche Ägäis hinauf. Dort erkunden wir die unter Seglern unbekanntere türkische Westküste und unternehmen zahlreiche Abstecher in die nahe liegende griechische Inselwelt. Immer schön gegenan, in der besten Meltemisaison! Landurlaube führen uns in die traumhafte Welt von Kappadokien und ins turbulente Istanbul. Der Rückweg führt uns nochmals durch eines der schönsten Segelreviere der Ägäis, durch die Inseln des Dodekanes, bis wir Coco schließlich in Kos an Land stellen.

Anno 2005 ist alles anders! Die Realitäten der Arbeitswelt machen uns einen dicken Strich durch unserer Rechnung. Aus vier Monaten Sommersegeln werden vier Wochen. Vier läppische Wochen! Wer uns kennt, weiß, dass wir es in der kurzen Zeit nach unseren Maßstäben kaum bis vor die Hafenausfahrt schaffen werden. Doch keine Sorge, natürlich nutzen wir die Zeit und sehen uns im Juli die zentrale Ägäis und einige schöne Kykladeninseln etwas genauer an.
Im kühlen Spätherbst finden wir dann nochmal drei Wochen Zeit und besuchen Rhodos mit den kleinen Nachbarinseln Chalki und Tilos; am Rückweg schnuppern wir noch kurz in den schönen Hisarönü-Golf an der türkischen Küste hinein, bevor uns die ersten Herbststürme endgültig ins Winterlager nach Turgutreis zurücktreiben.

Wir schreiben das Jahr 2006. Start in Turgutreis Mitte Mai, quer durch die Ägäis nach Nordwest in der hoffnungsvollen Annahme, das der Meltemi erst später loslegen wird. Zwei Monate Zeit für die Erkundung der Sporaden und der Festlandsküste Chalkidikis. Dann zwischen Euböa und Festland hinunter, am Poseidontempel von Kap Sounion vorbei in den den Saronischen Golf, und schließlich durch den Kanal von Korinth und die Golfe von Korinth und Patras hinüber ins Ionische Meer, wo wir Coco in Preveza einwintern.

"Was ist denn seit 2007 los?" Das werden wir ständig gefragt. Die Antwort: Auch wir können nicht nur von Liebe, Luft und Wasser leben. Nicht, dass uns die Segelei zu viel würde, aber die Coco Crew geht nun mal wieder anderen Tätigkeiten nach. Zuvorderst der Arbeit. Und mit Berichten aus dem täglichen Arbeitsleben wollen wir euch nun wirklich nicht erheitern. Also wünschen wir euch bis auf Weiteres ...

... viel Vergnügen beim virtuellen Nachsegeln!